Februar 25, 2026
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Ich habe zwei gerettete schwarze Hunde.

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Sanyi kam aus dem Tierheim in unser Leben. Gyuri fanden wir auf der Straße, wo er sich in einem Abwasserrohr versteckt hatte.

Man sagt, schwarze Hunde finden schwerer ein Zuhause. Sie sind nicht so auffällig. Sie sind nicht diejenigen, die sofort den Blick auf sich ziehen. Neben ihnen steht oft ein hellerer, spektakulärerer, „leichter zu liebender“ Gefährte. Irgendwie bleiben sie häufiger im Hintergrund.

Der Mensch neigt dazu, das zu wählen, was sofort sichtbar ist. Und übersieht dabei das Leisere.

Was ich von ihnen über Essen gelernt habe

Sanyi hat einen empfindlichen Magen. Bei ihm gibt es keinen Kompromiss. Wenn etwas zu künstlich, zu intensiv, zu viel ist, frisst er es einfach nicht. Nicht aus Trotz, nicht aus Ärger — sein Körper weiß einfach, was ihm nicht guttut.

Gyuri hat lange gehungert. Auf der Straße ging es ums Überleben. Als er zu mir kam, fraß er alles. Er wählte nicht aus. Er überlegte nicht. Essen bedeutete für ihn Sicherheit.

Heute ist es anders.

Heute hat auch er Geschmack. Es reicht nicht mehr, dass einfach etwas im Napf ist. Entscheidend ist, was es ist.

Eines hat sich jedoch nie geändert: Kein Krümel bleibt übrig. Niemals.

Und es ist unmöglich, die Kühlschranktür zu öffnen, ohne dass er im nächsten Moment dort sitzt, still beobachtend — falls etwas Gutes passiert.

Von ihnen habe ich gelernt, dass Essen nicht nur Kalorien sind.

Sondern Vertrauen.

Faser und Entscheidung

Bei der Herstellung von SUPERJUICE bleibt nach dem Kaltpressen täglich Obst- und Gemüsefaser zurück. Apfel, Rote Bete, Karotte — Zutaten, die sorgfältig angebaut, geerntet und verarbeitet wurden. Der Saft wurde gepresst, doch in der Faser steckt noch immer Wert.

Lange nannten wir es Nebenprodukt.

Doch eines Tages konnte ich es nicht mehr so sehen.

Wenn Sanyis Magen zählt. Wenn Gyuris Vergangenheit zählt. Dann zählt auch das.

In dieser Faser stecken Nährstoffe, Geschmack, Wasser, Erde, Energie und menschliche Arbeit. Es fühlte sich nicht richtig an, sie einfach „Rest“ zu nennen.

So entstand EBKEKSZ. Eine Gewissensentscheidung.

Schwarze Hunde und halbfertige Dinge

Oft denke ich darüber nach, wie ähnlich diese beiden Geschichten sind. Schwarze Hunde sind nicht weniger wertvoll. Nur weniger auffällig.

Obstfaser ist nicht weniger wertvoll. Nur weniger fertig.

Upcycling ist für mich keine Technologie, sondern Aufmerksamkeit. Die Übung, den Blick nicht von dem abzuwenden, was nicht perfekt verpackt, nicht spektakulär, nicht sofort „verkaufbar“ ist.

Am Ende komme ich immer zum selben Punkt

Sanyi hat mich Qualität gelehrt.

Gyuri hat mich Wertschätzung gelehrt.

Wenn wir nachhaltige Hundekekse herstellen, entscheiden wir eigentlich darüber, was wir als Abfall betrachten — und was als Wert.

Meine Hunde begeistern sich nicht für Nachhaltigkeit.

Sanyi möchte nur, dass sein Bauch nicht wehtut.

Gyuri möchte nur, nie wieder hungern müssen.

Und ich möchte, dass das, was wir einmal als Wert geschaffen haben, nicht unbemerkt im Hintergrund endet.

Vielleicht ist Upcycling deshalb so wichtig für mich.

Denn manchmal sind die größten Werte diejenigen, die wir auf den ersten Blick nicht sehen.

SUPERJUICE Kft.
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Die Geschichte von EBKEKSZ beginnt dort, wo andere aufhören. Mit einer einfachen Erkenntnis: Zu viel Wertvolles landet im Müll, obwohl daraus etwas Gutes entstehen könnte – zum Beispiel ein Leckerli für Hunde.
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